Duoflickflauder7




 
 

Ein intensiver Monat

Ich habe eine sehr ereignisreiche Zeit hinter mir. Während dem letzten Monat war ich kaum zu Hause um mich bestmöglich auf die Bahnweltmeisterschaft von Apeldoorn Holland vorzubereiten. Gestartet haben wir mit einem einwöchigen Trainingslager am Gardasee Italien. Obwohl es mit ca. 3-4 Grad nicht sehr warm war, haben wir einige längere Einheiten absolviert. Es war wirklich cool zusammen mit den anderen Frauen zu trainieren. So konnten wir uns gegenseitig motivieren. Am Wochenende stand mit der Omnium Schweizermeisterschaft ein Rennen auf dem Programm. Trotz etwas Trainingsmüdigkeit waren wir bereit, wieder alles zu geben. Die Rennen auf der 160 Meter langen Bahn in Genf liefen leider nicht ganz nach meinem Plan und ich konnte meinen Titel knapp nicht verteidigen. Ich war aber trotzdem zufrieden mit meiner Leistung.

Anschliessend folgten zwei Wochen in Grenchen mit spezifischen Bahntrainings für die Weltmeisterschaft. Ich merke, wie ich Trainingsfortschritte erzielen konnte und die Vorfreude wurde immer grösser. Gemeinsam mit dem Team von Swiss Cycling sind wir eine Woche vor Rennstart nach Apeldoorn Holland gereist. Ich nutze die Zeit um die Bahn kennen zu lernen. Die Tage vor dem Omnium brauchte ich vor allem für die Erholung, damit ich frisch in den Wettkampf starten konnte. So vertrieben wir die Wartezeit mit Lesen, Jassen und Lachen.

Ich freute mich sehr auf die Wettkampftage, denn ich durfte die Schweiz im olympischen Omnium sowie Punktefahren vertreten. Das vierteilige Omnium lief leider von Beginn weg nicht ganz nach meinem Plan. Im ersten Rennen stürzte eine Fahrerin schwer und das Rennen wurde von einem 45-minütigen Rennunterbruch geprägt. Im darauffolgenden Temporace konnte ich leider den nötigen Punkt nicht holen. Im Ausscheidungsfahren am Abend konnte ich mich aber besser und länger im Rennen halten und im abschliessenden Punktefahren noch einen Rundengewinn herausfahren. Mit dem 15. Rang bin ich zufrieden, mit dem Wissen, dass ich noch einiges verbessern kann :)

Das gute Gefühl vom Punktefahren im Omnium konnte ich auch für meinen zweiten Renneinsatz mitnehmen. Am Sonntag folgte das Punktefahren als Einzeldisziplin. Wie im Omnium gelang es mit mit starkem Willen, wieder eine Runde herauszufahren. Ich beendete das Rennen auf dem 7. Rang was auch mein WM-Highlight war. Müde und zufrieden durfte ich danach nach Hause reisen.

Ein grosses Dankeschön geht an Swiss Cycling für die einmalige Unterstützung auf dem Weg an die Weltmeisterschaft und auch die Organisation vor Ort. Ich freue mich auf weitere tolle Wettkämpfe mit dem ganzen Team :)

Bis bald Andrea